Cosplay – in meinem Alter, geht das?

Cosplay? Was ist das? Grundsatzfrage.


Das Wort Cosplay besteht aus zwei Teilen: “Cos” von Costume=Kostüm und “play”= spielen daraus ergibt sich Kostümspiel. Damit ist fast alles gesagt. Die Menschen schlüpfen in die Rollen von Figuren aus Comics, Büchern, Serien oder Filmen. Dazu sind Kostüme nötig, die oft mit großem Aufwand selbst gefertigt werden. Für diejenigen, die sich keine Kostüme selbst anfertigen können, gibt es auch eine Menge Kostüme fertig zu kaufen. Die benötigen allerdings oft ein paar zusätzliche Arbeiten, um wirklich gut auszusehen.
Allerdings ist nicht nur das Kostüm entscheidend, ob jemand Cosplayer ist, den dazu kommt nach meiner Auffassung, die darzustellende Figur auch in ihrem Charakter möglichst gut zu interpretieren. Das ist unter anderem auch der Unterschied zu einem Faschings- oder Karnevalskostüm, mit dem man sich lediglich verkleidet, aber ansonsten mit dem Charakter wenig oder nichts zu tun hat.

Cosplay Rhyme_GY als Nils Holgerson
Rhyme_GY als Nils Holgerson ist ein einfaches Cosplay, das aber jeder sofoert erkennt

Wie kam ich zu Cosplay?

Angefangen hat alles mit meiner Tochter (Instagram:@Rhyme_GY), die sich plötzlich für Mangas interessierte. Es dauerte nicht lange, da begann sie auch ihr erstes Kostüm zu fertigen. Mit Hilfe der Oma, die Schneiderin war, entstand das Cosplay für Sasuke Uchiha. Einfach gehalten, aber aus schwierigem Material und vollständig selbst gemacht. Eigentlich gefiel mir das Kunstledergewand nicht wirklich, aber ich bewunderte es, wie sie es gemacht hat. Danach kam dann so für zwischendurch ein gekauftes Naruto Sasori, Draco aus Harry Potter und noch ein zwei andere.

Cosplay Rhyme_GY als Zauberin
Rhyme_GY als Zauberin, Eigenkreation selbst hergestellt

Das erst Mamutprojekt mit Worbla startete. Ein vollkommen selbst entwickelte Phantasiefigur, die mich von Anfang an begeistert hat. Eine in blau gehaltene Zauberin mit Rüstung – komplett selbst gefertigt. Ich war von den Socken, was @Rhyme_GY da kreativ und handwerklich geschaffen hat. Faszinierend!!

Jetzt suchte sich meine Tochter ihren Cosplay-Namen aus, den jeder ordentliche Cosplayer haben muss. Ab sofort nannte sie sich Rhyme, was soviel heißt wie Rhyme 🙂 Klar war natürlich, dass ich sofort eine Domain mit dem Namen reservieren wollte. War aber schon besetzt und darum wurde einfach ein Rhyme-GY daraus, wobei das GY für Deutschland stehet. www.rhyme-gy.de war geboren, wird aber stiefmütterlich behandelt.

Die erste Convention

Bin zum September 2016 war ich lediglich der Chauffeur um meine Tocher zu den verchiedenen Events hinzubringen und sie wieder abzuholen. Dann kam die Connichi 2016, der Chauffeur hatte nicht nur Bring- und Holdienst, sondern er musste sich auch noch die Zeit dazwischen vertreiben. Kassel, na gut, da gab es sicher vieles zusehen, so schwer wird das dann schon nicht sein. Aber irgendwie hat mich die Stadt nicht begeistert, lag wahrscheinlich auch am miserablen Wetter. Am Sonntag regnete es nicht mehr und ich dachte, ich muss nun doch mal nachschauen, was diese Cosplayer den ganzen Tag so machen.

Rhyme-gy als Undertaker Black Butler
Rhyme-gy als Undertaker Black Butler

Da war ich platt

Cosplay Rhyme_GY als Sebastian
Cosplay Rhyme_GY als Sebastian

Mit einer Tageskarte und Fotoapparat warf ich mich also zwischen die Cosplayer – und ich war platt.

Ich kam aus dem Staunen nicht heraus, was da für Kostüme unterwegs waren. Einfach nur der Hammer. Fotos habe ich eher weniger gemacht, ich war es nicht gewohnt, einfach so Leute anzusprechen, ob ich sie fotografieren könnte. Ich bekam zwar von keinem eine Absage, aber so richtig wohl war mir trotzdem nicht. So verlegte ich mich einfach aufs Zusehen.

Je länger ich durch das Kongress Palais spazierte und dann auch lange im Garten verweilte, desto mehr erinnerte mich das ganze an die Hippie-Zeit, die ich als Teen erlebte. Ähnlich entspannt, ähnlich fröhlich, nur eben anders. Bevor ich jetzt ins endlose erzählen komme, zusammengefasst muss ich sagen, die Community hat es mir angetan, bin auf einen Punkt, ich war “Zivilist” und das ging gar nicht. Also musste ein Kostüm her und solang die Tochter auf den Vater als Fahrer angewiesen war, wollte der Fahrer auch auf den Cons Spaß haben. So!

Wieder zu Hause – was wäre ein passendes Kostüm

Die Entscheidung war gefallen, das war noch recht einfach. Viel schwieriger war die Suche nach einem Kostüm. In welchem Manga, Comic, Anime oder Film gab es einen (älteren) Mann mit grauen Haaren und fast weißem Vollbart?
Es gab schon die eine oder andere Figur, aber mit denen konnte ich nichts anfangen, konnte mich nicht identifizieren. Von vorne herein schieden schon mal alle Monster, Killer, Kriegstreiber etc. aus, die mag ich einfach nicht. Gandalf, o.k. aber dazu müsste ich zum eigenen noch einen weiteren Bart ankleben. Dumbledore oder gar Hagrid, nein, Harry Potter habe ich nicht gelesen, fiel also auch aus.

Star Wars – 1977 – Old Ben Kenobi – das war es!!

Ja genau, 1977 kam der erste Star Wars Film ins Kino – sensationell !!!

1980 kam der zweite Teil “Das Imperium schlägt zurück” und 1983 der dritte Teil “Rückkehr der Jedi-Ritter”. Aber entscheidend war “A new Hope”, denn da spielte Sir Alec Guinness die Rolle des Old Ben Kenobi, die mich schon damals begeistert hatte.

Das ist er, alter Mann, weiße Haare, weißer Bart – Ben Kenobi wurde mein Cosplay-Charakter

Das wars! Ben Kenobi war mein Cosplay-Charakter!

Das Alter, na ja, Ben war sicher älter als ich, aber das war keine Problem. Aber entscheidend, die Haarfarbe und Bartfarbe stimmen einigermaßen und ein Kostüm sollte auch nicht so schwierig zu schneidern sein. Für was hat man eine Tochter, die das zunehmend besser beherrschte.

Aber, so einfach war das dann doch nicht. Einerseits bastelte Rhyme-GY schon wieder an einem neuen Kostüm Xayah aus “League of Legends” und es musste vollständig selbst gemacht sein. Dazu kamen noch ein paar schulische Pflichtaufgaben, die wenn noch etwas Zeit übrig war erledigt werden mussten. Also, stand ich da, mit einer Vorstellung, was ich cosplayen wollte, aber irgendwie ratlos. Zu Hilfe kam mir Herr Amazon, der mir wohl wegen meiner heftigen Googelei nach Ben Kenobi plötzlich Ben Kenobi Kostüme zum Kauf anbot. Die Zeit verging, die Animuc 2017 ebenso, es wurde langsam Sommer und schon bald stand die nächste Connichi auf dem Plan. Einzige Chance die blieb war dann der Kauf eines fertigen Kostüms von Fuman bei Amazon.

Die Lieferung kam und ich war schon bei der Anprobe überrascht, wie gut geschnitten dieses Kostüm war. Die Hose passte, als ob sie auf Maß für mich gemacht worden wäre. Der Mantel war etwas lang, aber kein Problem. Tuniken und Schärpen saßen ebenfalls optimal. Nur der Gürtel, der war für einen Mann mit mindestens 150 kg gedacht. Nachdem dieser aus Kunststoff war, konnte er leicht gekürzt und neu verklebt werden. Im Netz bestellte ich mit ein billiges Laserschwert, mit Teleskopklinge, ohne Ton- und Lichteffekten. Billig eben und schnell musste es gehen.

Ob ich so auf der Connichi überhaupt eingelassen wurde? Gut, eigentlich sah das Ganze ja nicht so schlecht aus, aber allein das Material des Umhangs, Kunstfaser und dann noch ziemlich dünn, der fiel einfach nicht schön. Aber egal, jetzt war es so und wir fuhren nach Kassel.

Connichi 2017 – erste Erfahrung als Cosplayer

Die erste Connichi 2017 als Ben Kenobi
Die erste Connichi als Ben Kenobi, 2017

Tja, da stand ich nun als “Old Ben Kenobi” mitten zwischen den herrlichsten Kostümen und fühlte mich ein wenig einsam. Plötzlich kam eine Cosplayerin auf mich zu, meinte, sie fände den Obi Wan toll und sie möchte jetzt ein Selfie mit mir machen. Häää, wie, was, mit mir? Ich glaube ich hatte etwas verdutzt in die Optik geblickt. Ich hatte mich kaum von dem Schock erholt, als ein kleiner Junge kam und rief: “Papa, Papa, schau, da ist der Obi Wan und der hat einen echten Bart”. Ich fiel fast rückwärts in die Büsche, was war da los. Mit dem Billigkostüm, ich konnte es kaum glaube. Nach einer Weile kam meine Tochter mit ein paar Freundinnen an, die unbedingt sehen wollten, Was das für ein Vater ist, der da auch im Cosplaykostüm rumläuft. Nicht, dass ich nun laufend fotografiert wurde, aber so 10 oder 12x an dem Tag war’s bestimmt und von vielen hörte ich “Hi, cooles Kostüm” oder “endlich ein Obi Wan mit echtem Bart und grauen Haaren”.

Cosplay Connichi 2017 mit noch einem Cosplayer
Cosplay Connichi 2017 mit noch einem Cosplayer

Ich war schon wieder platt, wie ein Jahr zuvor. Mein Eindruck von den Cosplayern im Großen und Ganzen hat sich bestätigt. Es ist eine entspannte gut gelaunte Community. Sicher gibt es auch hier, wie in allen anderen Gebieten den gesamten Querschnitt der Gesellschaft. Es gibt Stinkstiefel, Neider und Ichlinge, aber den großen Durschnitt halte ich für echt entspannt. Es scheint auch weniger wichtig zu sein, ob dick oder dünn, groß oder klein, es scheint einfach in der Hauptsache das Kostüm und der Charakter den man darstellt das entscheidende Kriterium zu sein.So, zwei Tage Connichi 2017 waren vorbei und ich verstand, warum @Rhyme_GY gerne auf Conventions geht. Zum einen trifft man dort die Leute, die man ansonsten oft nur über Instagram kennt und man kann wie die Schauspieler im Theater Applaus für seine Kostümkreationen einsammeln, was deutlich zur Steigerung des Selbstwertgefühls beitragen kann. Die Wirkung blieb mir nicht verborgen.

Aber eines musste geändert werden, Teile des Kostüms, die aus Kunstfaser waren, mussten ersetzt werden. Als erstes war der Umhang dran.

Foto Connichi 2017 mit Hintergrund Ben weisse Wüste
Foto Connichi 2017 mit Hintergrund Ben weisse Wüste und altem Mantel

Das Kostüm wird verfeinert

Ein anderer Umhang musste her! Aus vernünftiger Naturfaser mit einem schönen Faltenwurf. Gut, dass es bei uns im Ort einen Stoffhandel gibt, der wohl vielen Cosplayern im Raum München ein Begriff sein dürfte, Tochter ist da natürlich Stammkunde. Der Stoff war schnell gefunden, aber wie viel braucht man eigentlich für so einen Umhang? Ich hatte ja keine Ahnung. Auf die Schneiderkünste von @Rhyme_GY konnte ich schon wieder nicht zurück greifen, die war schon in Abiturvorbereitung, was sie allerdings nicht daran hinderte, kräftig an ihren eigenen Kostümen zu arbeiten. Mir blieb also nicht anderes übrig, als mich an den Schneider an der Ecke zu wenden, der mir bereitwillig half. So besorgte ich nach seiner Anweisung die richtige Menge Stoff und er schneiderte mir einen wiklich perfekten Umhang mit perfekter Kapuze. Ein paar Tage vor der AniMuc 2018 war der Umhang fertig und ich fühlte mich plötzlich wie Alec Guinness, als er das erste Mal bei der Kostümprobe war.

Das Lichtschwert

Jeder gut Jedi besitzt ein persönliches Lichtschwert. Mein Plastikschwert war eher ein Witz. Der Griff war ja noch o.k., aber dieses blaue Plastikrohr, das da vorne rauskam war schrecklich. Ein neues musste her. Wie bekomme ich ohne Drehbank, Fräsmaschine und sonstigen Anlagen ein Lichtschwert gebacken, das einigermaßen nach was aussieht, aber auch was hermacht. Also Internet auf und ab gesurft, Youtube durchwühlt und irgendwann kam die zündende Idee! Teile aus dem Baumarkt reichen völlig aus um ein Lichtschwert zu bauen. Das sind Teile, die jeder von uns täglich mehrfach benutzt, aber in den seltensten Fälle wirklich wahrnimmt, nämlich alles, was unter jedem Waschbecken verbaut ist. Der Siphon aus dem Baumarkt. Die Teile kosten zwischen 20 und 25 Euro und sind mit einfachen Mitteln so umzuarbeiten, dass der Griff eines Lichtschwertes daraus entsteht. Ein bisschen Farbe und fertig. Die Klinge ist auch kein Hexenwerk. Sie besteht bei mir aus 90cm Polycarbonatrohr. Das Material ist wichtig, damit es nicht splittert, wenn man mal ein wenig “kämpft”. Ein LED-Band mit 2m Länge habe ich um einen Holzstab geklebt , mit Moltonwatte umwickelt und in das Rohr geschoben. Im Griff ist ein einfacher Schalter und am Ende kommt ein Kabel heraus, das über den Ärmel des Umhangs zum Akku in der Hosentasche führt. Damit das besser aussieht, habe ich das Rohr mit 600er Schmirgelleinen matt gemacht. Fertig ist das Lichtschwert, sogar mit Originalkabel, das auch im Film beim Kampf mit Darth Vader sichtbar ist.

AniMuc 2018

Ein wunderbares Wochenende, nicht nur das Wetter war grandios, auch meine Erlebnisse als Ben Kenobi waren der Hammer.

Ich war noch nicht mal richtig vom Parkplatz zum Gelände gekommen, als mich schon Leute fotografieren wollten. Nicht nur andere Cosplayer, sondern “Zivilisten” die vorm Eingang standen. Na wenn das so weiter geht, kann das ja lustig werden. Tochter war recht schnell in der Menge verschwunden, die kennt ja ausreichend viele, die begrüßt werden müssen.

Natürlich ging das nicht den ganzen Tag so weiter und es gibt deutlich schönere einfache und aufwendige Cosplays, die weit fotogener sind als mein Ben Kenobi. Aber immerhin, auf meinem Weg durch das Gelände kam auch schon mal der eine oder andere Fotograf mit ordentlicher Kamera und bat mich um ein Foto. Schönes Gefühl, mal vor der Kamera zu stehen und zu posen.

Dann geschah es

Ben und Rey auf der AniMuc 2018, das erste Foto mit einer professionellen Cosplayerin (@AnneBamberg)
Ben und Rey auf der AniMuc 2018, das erste Foto mit einer professionellen Cosplayerin (@AnneBamberg)

Ich stand da so rum und bewunderte die fantastischen Kostüme der Menschen um mich herum, als plötzlich eine Rey auf mich zu rannte und ich zitiere ihren Originaltext aus Instagram:

He was super kind and totally in character when I approached him for some pictures like a crazy fangirl. I still would love the theory of Rey being related to the one and only Obi-Wan

So war das! Was soll ich da noch ergänzen! Ich war von den Socken!

Da war es, da war der Beweis, dass es völlig egal ist, wie alt Du bist. Cosplay kann begeistern, weil Du mit Deinem Kostüm und wie Du Dein Kostüm präsentierst andere begeistern kannst.

Das erste professionelle Foto

Im Schatten der Klosterkirche von Fürstenfeld versammeln sich viele Fotografen. Die Tochter mit ihrer Black Butler Partnerin waren schon heftig am shooten, als ich dazu kam. Die Gelegenheit war günstig und ich fragte, ob der Fotograf den auch mal ein Bild von mir machen könnte. Ja, warum nicht und schon hat er mich in Pose dirigiert und abgedrückt. Es ging schnell, sehr schnell, weil er schon wieder an dem Black Butler Paar dran war. Tja, so kann’s gehen, ein 10 Sekunden Shooting, ein bisschen enttäuschend. Allerdings, als ich dann das Foto von “Der_Chriz” fertig bearbeitet bekam, fühlte ich schon wieder etwas von Alec Guinness in mir. So eine tolle Aufnahme von mir hatte ich schon Jahre nicht mehr gehabt. Im Laufe der beiden Tage ergaben sich noch viele andere Shootings, allein oder mit anderen, Selfies und richtige Fotos. In den Wochen nach der Connichi trudelten die alle bei im Postfach ein und jedes Mal freute ich mich über die Fotos. Sicher, nicht alle sind fotographisch perfekt, aber jedes einzelne hat Spaß gemacht und macht immer wieder macht Spaß bei ansehen.

Natürlich hatte der Blitz eingeschlagen und es hielt mich nichts mehr, viele der guten Fotos auf Instagram zu stellen. Den Account hatte ich schon lange, aber Cosplay war bis dato keine Thema. Die über 3.000 Follower der Tochter einzuholen, war illusorisch, aber zumindest mal 100 wäre doch schön. Inzwischen sind es 500 geworden und es begeistert mich immer noch.

Inzwischen sind ein paar weitere Conventions dazu gekommen, AniMagic2018, Connichi2018. Die Noris Force Con konnte ich nicht besuchen, was mich ärgert, weil die ja nur alle paar Jahre statt findet. Aber auch in den nächsten Jahren wird’s Conventions geben.

Was mit noch fehlt

Auf Instagram sehe ich oft unglaublich gute Shootings in tollen Locations und dazu hätte ich noch große Lust, auch mal dabei zu sein. Ich bin ja noch völlig neu dabei und von daher kenne ich noch zu wenige Leute, aber auch das wird sich noch ergeben. Da bin ich mir sicher.

Aber zuerst wird das Kostüm noch verbessert. Inzwischen gibt es einen neuen Gürtel mit Platte, ähnlich der, wie sie Ben Kenobi hatte. Als nächstes muss die Hose getauscht werden. Die passt zwar gut, ist aber aus Kunstfaser und nicht wirklich angenehm zu tragen.
Und dann das große Ziel: ein richtiges Lichtschwert, so wie es Old Ben Kenobi hatte, ein Thin-Neck! Und ich habe es auch schon gefunden, voll illuminiert und mit Sound. Kommt aus Malaisia von Sabertrio zu einen vertretbaren Preis. Ich hoffe, bis zur AniMuc habe ich es. Yessss!

Noch ein Wort zu Instagram

Rhyme-gy als Xayah aus League of Legends
Rhyme_gy als Xayah aus League of Legends (vollständig selbst gefertigt)

Zum einen bin ich schon ein wenig stolz auf meine Follower und ich hoffe, es werden langsam immer mehr. Ich freue mich über ein Like und ich gehe davon aus, dass sich andere auch über meine Likes freuen. So wie andere Menschen sich über Nymphenburger Porzellan, Fußballstars, Foodfotografie oder Sportwagen freuen und auf Instagram liken, so like ich Cosplayer, deren Kostüme mir gefallen. Bei den ganzen Manga-, Anime- und sonstogen Charakteren kenne ich mich klaum aus, das spielt für mich keine große Rolle, denn ich weiß, wie viel Arbeit zum Teil in diesen Kostümen steckt und wenn die dann auch noch passend präsentiert werden, dann habe ich kein Problem, das mit einem Like und manchmal mit einem Kommentar zu belohnt. Was mir allerdings nicht ganz verständlich ist, warum sich Cosplayerinnen ziemlich spärlich bekleidet präsentieren, ich kann da beim besten Willen kein Cosplay entdecken – mag ich nicht.

Kommt zu den Conventions und bewundert die Cosplayer

Der Aufruf geht an alle, nicht nur an die Cosplayer, die sowieso kommen. Warum? Nun, es sollte jeder einmal die Stimmung bei einer dieser Veranstaltungen kennen lernen und sich ansehen, wofür Cosplayer ihre Zeit und manchmal viel Geld opfern. Denn das Ergebnis ist sehenwert, auf jeden Fall!

Ben Kenobi aka Rhodan59 Inzwischen ein wenig professioneller
Ben Kenobi aka Rhodan59 Inzwischen ein wenig professioneller wie 2017, als alles anfing


6 Gedanken zu „Cosplay – in meinem Alter, geht das?“

  1. Wir sind uns bei der Animagic 2018 über den Weg gelaufen…und glaub mir, ich war genauso von deinem Cosplay von den Socken, wie du von den anderen Cosplayern auf deiner ersten Connichi! Ich bin schon seit 10 Jahren in der Cosplay-Szene als Fotograf unterwegs und es ist schön zu sehen, dass dieses Hobby langsam auch die ältere Generation erreicht.
    Es gib so viele ältere Charaktere, die ich gern mal vor der Kamera hätte. Finde es sehr gut, dass du deine Erfahrungen und Erlebnisse hier teilst. Bei den Beschreibungen musste ich einige Male schmunzeln. Sehr schön geschrieben!
    Ich würde mich freuen, wenn wir uns wieder mal auf einer Convention begegnen!

    • Hallo Stefan, ja, die Animagic war ganz schön heiß, also meteorologisch gesehen und trotz der Hitze sind viele gute und ausgezeichnete Fotos entstanden. Da muss ich mich bei Dir schon noch einmal bedanken.
      Ich hoffe auch, dass die Älteren mehr vertreten sind, macht ja einfach Spaß.
      Ich werde noch einen Artikel über Fotografen schreiben, denn die sind so unterschiedlich, wie die Cosplayer selbst.
      Wir sind dieses Jahr fix auf der Animuc, Speyer und Connichi. Alles weitere kann ganz spontan passieren. Wäre schon gut, wenn wir uns wieder über den Weg laufen würden.

    • Danke! Und es stimmt, wir sind zwar meistens auf den Cons getrennt unterwegs, aber trotzdem ist es ein gemeinsames Hobby, das verbindet. Na ja, und es schadet nicht, wenn einer dabei ist, der Essen und Unterkunft finanziert 🙂

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