Karniyarik – mit Rinderhack gefüllte Auberginen

Imam Bayildi
Imam Bayildi gefüllte Auberginen aus dem Teller mit Reis

Karniyarik gibt es auch als vegitarische Variante und nennt sich dann Imam Bayildi. Bei diesem Rezept besteht die Füllung der Auberginen allerdings aus Rinderhack, denn wie sonst soll der Imam ohnmächtig werden? Ja, Sie haben richtig gelesen, die Übersetzung für „Imam Bayildi“ ist „da fiel der Imam in Ohnmacht“. Versuchen Sie es selbst, es schmeckt ausgezeichnet und ist ganz einfach.

Was brauchen wir für Karniyarik aka Imam Bayildi?

  • 4 schöne bauchige Auberginen
  • 500 Gramm Rinderhack, es geht auch gemischtes oder Lammhack
  • 2 große weiße Zwiebeln oder einen blauen dazu, sehen bunter aus
  • Knoblauch, je nach Lust und Laune
  • 140 Gramm Tomatenmark entspricht einer Doppeldose
  • 5-6 EL Olivenöl, es geht genauso gut mit einem anderen Öl
  • 400 Gramm Tomaten stückig oder passiert, wer die Stückchen nicht mag
  • 3-4 EL Petersilie
  • 2 Fleischtomaten
  • 4 Peperoni (muss nicht, nur Verzierung)
  • Pfeffer
  • Salz
  • Rosenpaprika oder geschroteten Paprika
  • Cayennepfeffer
  • Zimt
  • 250 Gramm Reis, eine Mischung mir Wildreis ist nicht schlecht

Dann fangen wir mal mit der Aubergine an

Die Auberginen werden natürlich erst mal gewaschen. Mit einem scharfen Messer kann man die Blätter abtrennen. Der Strunk sollte man stehen lassen. Mit einem Schäler werden die Auberginen der Länge nach streifenförmig geschält, so wie es auf dem Bild zu erkennen ist. Es muss auf jeden Fall genügend Schale übrig bleiben, damit die Auberginen in der Pfanne nicht zerfallen. Wenn die Streifen zu breit werden, dann nur an vier Seiten schälen.

Für den Karniyarik werden die Auberginen nun in einer tiefen Pfanne im Öl gebraten. Das dauert eine Weile, bis die Auberginen innen weich werden. Wenn die Auberginen von allen Seiten schön angebraten sind, nehmen wir sie aus der Pfanne und legen sie auf ein Stück Küchenpapier, damit das Öl abtropfen kann. Wenn die Auberginen nicht alle in die Pfanne passen, ist das kein Problem, die müssen nicht gleichzeitig fertig werden.

Liegen die Auberginen auf einem Teller, werden sie der Länge nach eingeschnitten, nicht durchschneiden. Mit zwei Löffeln wird das Fruchtfleisch der Auberginen so auseinander gedrück, dass eine Tasche entsteht, in die später das Hackfleisch eingefüllt wird.

Und jetzt ist das Hackfleisch dran

Während die Auberginen in der Pfanne brutzeln, ist genügend Zeit, die anderen Zutaten herzurichten. Die Zwiebeln werden in ca. 5 mm große Würfel geschnitten. Wer es feiner will, kein Problem. Früher hat man noch

Knoblauch durch die Presse gejagt, das machen wir natürlich nicht, wir schneiden den Lebensverlängerer ganz fein auf. Übrigens, wem der frische Knoblauch zu intensiv ist, der sollte in Salzlacke eingelegten Knoblauch versuchen. Der schmeckt weniger intensiv, hat aber den riesigen Vorteil, dass man am nächsten Tag nicht so „stinkt“.
Die Petersilie kann man auch schon mal klein schneiden und die Dose Tomatenmark sowie die Packung mit den Tomatenstücken lässt sich in der Zeit ebenfalls schon mal öffnen.

Rein in die Pfanne

Das Hackfleisch wird nun in der Pfanne, in der der Saft von den Aubeginien zurückgeblieben ist gebraten. Auf jeden Fall permanent mit dem Kochlöffel das Hackfleisch bearbeiten, das es am Ende dann schön körnig ist. Da hat wohl jeder seine eigene Methode, bei er soll man auch bleiben. Ist das Hackfleisch fast nicht mehr rot, kommen die Zwiebel und der Knoblauch dazu. Das ganze weiter kochen, bis die Zwiebeln glasig werden. Nun geben wir das Tomatenmark dazu und vermischen es gut mit dem Hackfleisch. Die Packung mit den gestückelten Tomaten kippen wir in die Pfanne und vermischen das alles gut.

Die Mischung aus dem Hackfleisch, den Zwiebeln, dem Tomatenmark und der Tomaten wird langsam teigig. Jetzt ist der Zeitpunkt, die Herdplatte auf drei (bei Gas ist das wohl eins) zurück zu drehen und die restlichen Gewürze dazu zu geben. Das Salz und der Paprika sind noch kein Problem. Aufpassen sollte man aber mit dem Cayennepfeffer, denn je nach Herkunft kann der schon mal enorm scharf sein. Eine besondere Note verleiht der Zimt dem Gericht. Auch das ist es ratsam erst einmal mit einer kleineren Menge zu beginnen, um dann, je nach Geschmack noch mehr zuzugeben.
Ganz zum Schluss kommt die Petersilie dazu. Wenn die Petersilie zu früh oder gar schon am Anfang in der Pfanne ist, verliert sie ihren Geschmack fast ganz. Jetzt kann die Kochplatte ganz abgeschaltet werden.

Die Füllung der Aubergine

Karniyarik
Karniyarik sind mit Hackfleisch gefüllte Auberginen, ab in den Backofen

Eine feuerfeste Schale, in der die vier Auberginen Platz haben, wird mit Butter oder Bratfett eingestrichen. Die Auberginen sind ja bereits eingeschnitten und die Taschen hergestellt. Am besten legt man die Auberginen jetzt schon in die feuerfeste Schale. Die Hackfleischmischung wird nun mit einem Löffel in die Taschen der Auberginen eingefüllt. Man kann gut ein wenig drücken, das Fruchtfleisch der Auberginen gibt noch nach und es passt mehr rein. Wenn alle Auberginen gefüllt sind, werde sie mit je zwei Scheiben Tomaten belegt. Wer möchte, kann dazu noch eine Peperoni legen.

Der Backofen ist schon längst mit Ober-/Unterhitze auf 180° C vorgeheizt, so dass die Schale mit den Imam Bayildi auf der mittleren Schiene in das Backrohr geschoben werden können. Nach ca. 25 bis 30 Minuten sind die Auberginen fertig.

In der Zwischenzeit sollte der Reis passgenau ebenfalls fertig sein.

Die Auberginen auf einem Teller legen, den Reis dazu geben und sollte von der Hackfleischmischung noch etwas übrig sein, kann das mit dem Reis vermischt angerichtet werden.

So, nun ist alles bereit für ein sehr schmackhaftes Essen und jeder kann seinen Tischnachbar beobachten, ob einer in Ohnmacht fällt 🙂

Karniyarik
Karniyarik gefüllte Auberginen aus dem Teller mit Reis

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