Urheberrecht und Sammlerrausch

So, um es klar zu stellen, ich bin kein Jurist, aber ich glaube über einen einigermaßen funktionierenden Verstand zu verfügen. Die Diskussion, die da im Internet an vielen Stellen geführt wird, halte ich gelinde gesagt für das Geschwätz von kleinen Kindern, die glauben die Welt verstanden zu haben. Und das meine ich, gilt für beide Seiten der Streitenden.

Ich frage mich, um was wird hier eigentlich gestritten? Für mich liegt die Sache klar auf dem Tisch. Wer etwas erfindet, der kann mit der Erfindung, falls er Interessenten findet, Geld verdienen. Das geht aber nur solange, solange der Erfinder Herr seiner Erfindung ist. Dafür gibt es für fast alle Themenbereiche Patente, geschmaksmuster und ähnliches. Das ist ein System, das sich für mein Verständnis seit langem ordentlich bewährt.

Für alles was es nun im Internet gibt scheinen diese Regeln nicht mehr zu gelten. Das hat sich schon in der Anfangszeit der PCs bemerkbar gemacht. Ich weiß noch gut, als die ersten Softwarepakete und Spiele auf den Markt kamen, wie sich alle begeistert darauf gestürzt haben. Software war teuer und gerade bei uns Studenten, die nicht über das nötige Kleingeld verfügten, war kopieren ganz normal. Weil, einerseitz wurde verlangt, dass wir mit PCs arbeiteten, abdererseits, wie sollten wir das finanzieren.

Aber dabei blieb es nicht. Schnell wurde aus friedlichen Studierenden und Schülern ein Horde von Jägern und Sammlern. Nein, nicht Früchte und Kreuter sondern Sodtware war die begehrte Jagdtrophäe. Es ging nicht mehr nur darum, die für das Studium notwendigen Programme zu bekommen, sondern wer am meisten und vor allem am Aktuellsten gesammelt  hatte, war der Schützenkönig.

Obwohl die Studenten von damals inzwischen ihre Software brav kaufen, hat sich dieses Jäger und Sammler Verhalten bis in die heutigen tage erhalten und sich eher noch verstärkt. Eine ganze Generation will alles und vor allem umsonst im Internet zur Verfügung haben. Gut, ich kann das nachvollziehen, wer möchte nicht was umsonst haben. Aber so wie heute am vielen Stellen diskutiert wird, läuft die Sache in die völlig falsche richtung.

Ich habe einleitend die Erfinder beschrieben. Dazu zähle ich auch Künstler, Musiker, Schriftsteller usw. Die haben es schwer, ihre Erfindungen patentrechtlich schützen zu lassen. Ein Text, ein Musikstück das im Internet verfügbar ist, kann eben ganz leicht tausendfach kopiert werden, ohne dass der Erfinder sein Arbeitsentgelt bekommt. Von was aber soll er leben?

Und die Künstler argumentieren in die extreme andere Richtung. Für die tatsächlichen oder selbsternannten Sprachrohre der Kunstschaffenden sind die Jäger und Sammler allesamt Verbrecher. Zumindest im Wortlaut der Diskussionen kann man den Eindruck gewinnen. So wie das wilde, ungezügelte Internet der Gesellschaft insgesamt schaden wird, so schadet auch die brutale Kriminalisierung der Andere.

Also bitte, die Diskussion möge man doch in Bahnen lenken, die  auf beiden Seiten zu der Einsicht führt, dass jeder etwas abgeben muss, von dem Kuchen den er für sich reklamiert.

Freiheit endet immer dort, wo der Nächste einen nachteil erleidet. Also endet die freiheit im Internet dort, wo es um den Existenzerhalte von Menschen geht. Aber sie darf auch nicht so weit eingeschränkt werden, dass eine Gruppe die ausschlißlichen Profiteure sind.

Na ja, für des, dass des da erste Blog sit, is des jetzt ganz sche lang worn. Obs jetzt an Schmarrn is…..

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